Arganöl Wirkung in der Kosmetik


Bei den Frauen des Berbervolkes ist Arganöl zur Pflege von Haar und Kopfhaut schon seit langem bekannt. Traditionell nutzen sie das wertvolle Öl zum Schutz des Haares vor Sonneneinstrahlung und Austrocknung, für gesteigerte Geschmeidigkeit und Glanz. Diese Pflegeeigenschaften werden auch zunehmend von den Frauen der westlichen Welt entdeckt. Mittlerweile haben sich auch hierzulande einige Hersteller auf Arganöl für die Haare spezialisiert, hat doch die moderne Wissenschaft herausgefunden, dass das Arganöl besonders reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Ihr Anteil im Arganöl liegt bei über achtzig Prozent und setzt sich hauptsächlich aus Gamma-Tocopherol, also Vitamin E, zusammen.

© luisapuccini - Fotolia.com

Vitamin E indessen gilt als effektiver Radikalenfänger, das heißt, es unterstützt den Körper, eine Balance von schädlichen freien Radikalen und günstigen Antioxidantien aufrechtzuerhalten. Kommt es nämlich zu einem Missverhältnis von freien Radikalen und Antioxidantien, gerät der Körper in Oxidativen Stress. Diese Stoffwechsellage verhindert die Reparatur- und Entgiftungsmechanismen der Körperzellen, ein vorzeitiger Alterungsprozess setzt ein. Um die aggressiven freien Radikale in Schach zu halten, benötigt der Körper in Zeiten von Stress, Hektik, Krankheit, unausgewogener Ernährung oder einem Zuviel an UV-Strahlung Hilfe von außen, indem ihm Antioxidantien zugeführt werden, sowohl innerlich über die Nahrung als auch im kosmetischen Bereich von außen durch entsprechende Pflegeprodukte.

Arganöl Kosmetik und Wirkung für Haut & Haare

Arganöl Kosmetik wirkt dem vorzeitigen Alterungsprozess effektiv entgegen, indem es durch seinen hohen Vitamin E-Gehalt die Zellen schützt und ihnen Feuchtigkeit spendet. So beispielsweise kann Argan Öl für die Haare das Feuchthaltevermögen der Hornschicht steigern und somit trockenem, spröden und strapaziertem Haar entgegenwirken. Arganöl Haarpflege ist wie gemacht für die Bedürfnisse von anspruchsvollem und tendenziell strohigem Haar, da es Pflege schenkt, ohne zu beschweren. Argan-Öl nämlich ist ein sogenanntes Trockenöl, das heißt, es fettet nicht. So kann es beruhigt nach dem Waschen in die Längen oder als Spitzenkur in die Haarspitzen eingearbeitet werden – das Haar wird nicht schneller nachfetten als üblich. Arganöl legt sich wie ein feiner Film um die einzelnen Haare, nährt sie und schützt sie vor Umwelteinflüssen wie beispielsweise der Sonneneinstrahlung. Auch bei gereizter Kopfhaut kann die Arganöl Wirkung sehr günstig sein. Arganöl spendet trockener, gereizter Kopfhaut nicht nur Feuchtigkeit, sondern wirkt auch beruhigend. Nicht zuletzt soll es sich auch positiv bei Haarausfall auswirken, da Arganöl auch die Haarwurzel nährt, wenn es in die Kopfhaut einmassiert wird. In diesem Falle schadet es nicht, das Arganöl als Haar- bzw. Kopfhautpflegemaske über Nacht einwirken zu lassen. Verwendet man Arganöl hingegen als reines Haaröl, kann es, muss es aber nicht ausgewaschen werden.

Flüssiges Gold aus Marokko

Arganöl wird in traditioneller Handpressung aus den Früchten des Arganbaumes gewonnen. Obwohl dieser zu den ältesten Bäumen der Welt zählt, wächst er heutzutage nur noch im Südwesten von Marokko. Das in mühevoller Handarbeit gewonnene Öl bildet auch die Basis der modernen Arganöl Kosmetik. Schon die Berberfrauen bevorzugten traditionell nicht das aus gerösteten Samen stammende Öl, sondern jenes aus nativer Kaltpressung für ihre Haarpflege. Ein Herstellungsverfahren, welches das sattgoldene Arganöl so kostbar macht, dass man ihm nicht umsonst den Beinahmen „flüssiges Gold Marokkos“ verliehen hat. Es verwundert kaum, dass Arganöl ob seiner Seltenheit und seiner anspruchsvollen Gewinnung einer der exklusivsten Rohstoffe der Welt ist, der nun endlich auch für die moderne Haut- und Haarpflege erschlossen werden konnte.